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Und es gibt eine Frage, die bei den Horusianern oft aufkommt: Sind Red Bull und andere Energy-Drinks gefährlich für die Gesundheit? Und bringen sie Vorteile, um die Konzentration bei der Arbeit zu steigern oder deine Headshot-Quote zu verbessern?

Die Antwort findest du in den folgenden Zeilen!

⚡ Energy-Drinks vs. Sportgetränke: Was ist der Unterschied?

Oft werden Energy-Drinks und Sportgetränke verwechselt. Red Bull gehört zur Kategorie der Energy-Drinks. Während Sportgetränke speziell für sportliche Aktivitäten gedacht sind und Wasser, Zucker, Vitamine und Mineralstoffe liefern, sind Energy-Drinks hingegen zu zuckerhaltig und zu wenig hydratisierend, um sie beim Sport zu verwenden.

Photorealistischer Vergleich: Energy-Drink (Stimulation, Koffein) vs. Sportgetränk (Hydration, Elektrolyte)

Übrigens, bezeichnet der Begriff Energy-Drink hauptsächlich Getränke mit aufputschender Wirkung und nicht im eigentlichen Sinne energetisierende Getränke. Der berühmte Slogan von Red Bull „verleiht Flügel“ bezieht sich weniger auf Energie für Sport, sondern auf die stimulierende Wirkung des enthaltenen Koffeins!

📚 Die Geschichte eines umstrittenen Energy-Drinks

Woher kommt Red Bull Energy Drink? Falls du es nicht wusstest: Es handelt sich um einen Energy-Drink der österreichischen Marke Red Bull, inspiriert von einem thailändischen Zuckergetränk auf Basis von Taurin und Koffein namens „Krating Daeng“, was „Roter Büffel“ bedeutet.

Seit seiner Einführung 1987 sorgt der berühmte Energy-Drink für Diskussionen: Einige Länder haben ihn vorsorglich verboten. Die klassische Rezeptur war in Frankreich sogar von 1996 bis 2008 verboten. Vor diesem Datum wurde in Frankreich eine Alternative mit Arginin verkauft.

Red Bull Dose auf blauem Hintergrund mit stilisierten Wasserspritzern, dynamisches Werbebild

Die Marke setzt auf das rebellische, „extreme“ und stimulierende Image ihres Flaggschiff-Getränks und hebt dessen aufputschende Wirkung hervor, um sich selbst zu übertreffen. Sie ist im Sport- und E-Sport-Bereich stark vertreten, um den Leistungsaspekt zu betonen.

Der Erfolg, getragen durch massives Marketing, inspirierte zahlreiche Nachahmer: Energy-Drinks eroberten die Supermarktregale.

🧪 Zusammensetzung von Red Bull: Ein Softdrink, keine Wundermischung

Infografik zur Zusammensetzung von Red Bull: zentrale Dose und Hauptzutaten (Koffein, Taurin, Zucker, B-Vitamine)

Aber was genau ist Red Bull und was sorgt für den „Kick“? Werfen wir einen Blick auf die Zutaten einer 250-ml-Dose Red Bull Energy Drink:

  • ☕️ 80 mg Koffein, die gleiche Menge wie ein doppelter Espresso (40 ml) empfohlen.
  • 🐂 1000 mg Taurin, eine Aminosäure, die natürlicherweise im menschlichen Körper und in proteinreichen Lebensmitteln vorkommt.
  • 🎂 27,5 g Zucker, ca. 5,5 Würfel Zucker pro Dose. Es gibt auch Varianten mit Süßstoffen.
  • 🧪 600 mg Glucuronolacton, ein chemischer Stoff, der natürlich in der Leber gebildet wird. Als Stimulans eingesetzt, kann er in hoher Dosis möglicherweise die Nieren belasten.
  • 🜛 B-Vitamine: 20 mg B3 (Niacin), 5 mg B5 (Pantothensäure), 5 mg B6, 1,5 mg B2, 0,05 mg B12. Eine Dose deckt den empfohlenen Tagesbedarf an B2, B3, B5; bei zwei Dosen überschreitest du auch die Menge an B6 und B12. Ausgewogene Ernährung reicht in der Regel aus.
  • 🧬 20 mg Nikotinsäure (Vitamin B3-Form). Dein Körper produziert sie selbst; die maximale sichere Tagesdosis liegt bei 33 mg. Laut VIDAL kann eine hohe Dosis Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, erhöhtes Diabetesrisiko oder Leberschäden verursachen.
  • 🌈 Weitere Zutaten: Farbstoffe, Aromen, Säureregulatoren.

Kurzum, die Zusammensetzung ist fast wie bei einem Softdrink, der Unterschied liegt in B-Vitaminen und Taurin. Die positiven wie negativen Effekte von Taurin sind noch unklar.

🐮 Taurin – Risiko für die Gesundheit?

Abgesehen von der hohen Zuckermenge ist die umstrittenste Zutat Taurin. Es ist ein Neurotransmitter, der Herz- und Muskelaktivität beeinflusst.

Illustration Taurin: Herz, Muskeln, Leber; Energy-Drink Dose, Moleküle und Gesundheitssymbole

Obwohl Red Bull hervorhebt, dass Taurin natürlich im Körper und in Lebensmitteln vorkommt, gilt: trotz stimulierender Wirkung kann es in hoher Dosis Nebenwirkungen haben.

Medizinisch wird Taurin in Nahrungsergänzungsmitteln genutzt, aber nicht durch Energy-Drinks:

  • Senkung des LDL-Cholesterins („schlechtes“ Cholesterin)
  • Erhöhung des HDL-Cholesterins („gutes“ Cholesterin)
  • Unterstützung der Leberfunktion und Fettverdauung
  • Steigerung von Vitalität und Leistung
  • Senkung des Blutdrucks
  • Regulierung der Herzfrequenz
  • Verminderung von Angstzuständen

Die Studien beziehen sich auf Nahrungsergänzungsmittel, die andere Konzentrationen als Red Bull haben. Keine Studie hat die Wirkung von Taurin in Energy-Drinks untersucht. Wir wissen nur, dass es enthalten ist, vielleicht wirkt es, vielleicht auch nicht.

💡 Hinweis: Taurin ist eine nicht-essentielle Aminosäure, die der Körper selbst synthetisieren kann (endogenes Molekül). Du brauchst also keine zusätzliche Taurinaufnahme, besonders da Überschüsse über die Nieren ausgeschieden werden, was diese belastet.

Du kannst also nicht auf Red Bull und Konsorten setzen, um deine sportliche Leistung, Konzentration beim Lernen oder Reaktionszeit beim Zocken zu verbessern: Energy-Drinks haben keinen nachgewiesenen Effekt außer dem der enthaltenen Koffeinmenge.

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☢️ Welche Risiken und Nebenwirkungen können bei übermäßigem Konsum auftreten?

Ab einer bestimmten Menge können Energy-Drinks Nebenwirkungen haben, von denen einige noch untersucht werden:

  • Erhöhtes Risiko für Diabetes und Übergewicht aufgrund des hohen Zuckergehalts
  • Verdauungsstörungen
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Kardiovaskuläre Probleme: Brustschmerzen, Tachykardie, Bluthochdruck
  • Neurologische Nebenwirkungen: Reizbarkeit, Zittern, Angstzustände, Epilepsie

Seit 2008 hat die französische ANSES (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail) ein Nutrivigilanz-System eingerichtet, um Nebenwirkungen von Energy-Drinks zu melden und zu erfassen. Bisher wurden über 200 Fälle gemeldet.

Frau wurde durch Red Bull verrückt

Diese Symptome treten meist bei übermäßigem und häufigem Konsum auf. Schuld ist nicht eine einzelne Zutat: die Kombination aus hohem Zucker-, Koffein- und Stimulanziengehalt kann sich aufschaukeln und langfristig gesundheitliche Risiken bergen.

💡 Hinweis: Eine aktuelle systematische Übersicht (The Effects of Energy Drinks on the Cardiovascular System: A Systematic Review, 2025) zeigt, dass der Konsum von Energy-Drinks mit erhöhter Herzfrequenz, Blutdruckanstieg und bestimmten EKG-Veränderungen einhergeht, was für empfindliche Personen oder bei übermäßigem Konsum ein Risiko darstellen kann.

❤️🩹 Unsere Empfehlungen für einen verantwortungsvollen Konsum

Infografik: zentrale Energy-Drink-Dose mit Warnsymbolen (kein Sport, kein Alkohol, Risikogruppen: Kinder, Schwangere, Organe)

Am Ende gilt: Energy-Drinks sind wie alles andere – in Maßen genießen! Ab und zu eine Dose ist okay, darüber hinaus kann es problematisch werden.

250 ml der bekannten roten Büffel-Getränks enthalten zwar so viel Koffein wie einige Tassen Kaffee, aber auch über 5 Zuckerwürfel und eine Dosis Stimulanzien, die fast die empfohlene Tageshöchstmenge erreicht. Auch um besser zu schlafen, empfehlen wir, die Koffeinaufnahme zu begrenzen.

Außerdem kann der Konsum von Energy-Drinks zusammen mit Alkohol in beliebten Cocktails bei Jugendlichen gesundheitliche Risiken bergen. Diese Kombination kann Nervensystemprobleme und Blutdruckanstieg verursachen – Alkohol plus Energy-Drink = keine gute Idee!

Angesichts dieser Risiken haben Gesundheitsbehörden Empfehlungen und Gegenanzeigen für den Konsum von Energy-Drinks herausgegeben:

  • 🤾 Vermeide den Konsum vor oder während sportlicher Aktivitäten (trinke lieber Wasser oder ein Sportgetränk)
  • 🥃 Nicht mit Alkohol mischen
  • 🚫 Verzichte auf Energy-Drinks, wenn du zu Risikogruppen gehörst: Kinder, Jugendliche, Schwangere oder Stillende, Personen mit Herz-Kreislauf-, neurologischen, Leber-, Nieren- oder psychischen Erkrankungen

💡 Hinweis: Seit 2008 ist der Verkauf von Energy-Drinks in Grund- und weiterführenden Schulen in Frankreich verboten.

🥤 Fazit – Energy-Drinks: Softdrinks, keine Zaubertränke

Was enthalten Energy-Drinks?

Das ausgeklügelte Marketing der Energy-Drinks suggeriert Energie. In Wirklichkeit sind es Softdrinks, die hauptsächlich auf Koffein setzen, um dir einen Schub zu geben.

Sie enthalten vor allem Zucker, B-Vitamine, Koffein und Taurin. Wir würden sie definitiv in die Kategorie Softdrink einordnen.

Hilft Red Bull wirklich bei Konzentration und Leistung?

Energy-Drinks haben keinen nachgewiesenen Effekt auf Konzentration oder Energielevel. Sie sind zu zuckerhaltig für sportliche Zwecke und können bei hohem Konsum gesundheitlich riskant sein.

Also nein, leider enttäuschen wir dich: Red Bull wird dir keine Flügel verleihen (auch wenn die Werbung cool ist).

Wirkt sich der Konsum auf Herz und Gesundheit aus?

Studien zeigen bisher keine schwerwiegenden Auswirkungen bei gesunden Erwachsenen, wenn sie moderat konsumiert werden.
Koffein und Taurin können jedoch vorübergehend Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen, besonders bei hohem Konsum oder empfindlichen Personen. Es wird empfohlen, nicht mehr als 1 Dose pro Tag zu trinken und den Konsum bei Jugendlichen, Schwangeren oder Personen mit Herzproblemen zu vermeiden.

Welche Nebenwirkungen kann Red Bull haben?

Übermäßiger oder regelmäßiger Konsum kann zu:

  • Schlafstörungen und Nervosität (aufgrund des Koffeins)
  • Zittern, Angst oder Unruhe bei empfindlichen Personen
  • Vorübergehend erhöhtem Blutdruck und Herzfrequenz
  • Verdauungsprobleme oder Bauchbeschwerden in einigen Fällen
  • Risiko von Wechselwirkungen mit Alkohol, da der Drink die Wahrnehmung der Trunkenheit maskieren kann

➡️ Zusammengefasst: In Maßen ist Red Bull in der Regel unbedenklich, Überkonsum oder Konsum bei Risikogruppen kann jedoch Nebenwirkungen verursachen.

Empfohlene Menge und sicherer Konsum

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen und Gegenanzeigen empfehlen wir, Energy-Drinks nur in Maßen zu konsumieren. Wie bei Softdrinks gilt: ab und zu eine Dose ist unproblematisch, bei Risikogruppen besser ganz darauf verzichten.

Außerdem sind Red Bull und andere Energy-Drinks beliebte Mixer, aber nicht zusammen mit Alkohol einnehmen. Jagerbomb oder Vodka-Red Bull? Lieber nicht.

Getaggt: Nutrition